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Tätigkeiten


Das wesentliche Engagement der SVFA besteht in der Förderung der berufsbegleitenden  Aus- und Weiterbildung der FischereiaufseherInnen. Die Durchführung einer Berufsprüfung bildet dabei ein zentrales Element.
Den Beruf des Fischereiaufsehers, die Fischerei in der Schweiz aber auch die Probleme bei der Erhaltung aquatischer Lebensräume nach Aussen präsent zu machen, gehört zur Öffentlichkeitsarbeit der SVFA.

Statuarisch festgehalten ist ebenso die Wahrung der Interessen des Fischereiaufseherinnen- / Fischereiaufseherberufes und allgemein die Interessen der Fischerei.


Aus- und Weiterbildung


Um den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden, werden die Fischereiaufseher durch die Kantone, den Bund und den Berufsverband der Fischereiaufseher (SVFA) ausgebildet. In der Schweiz gibt es keine Berufslehre für Fischereiaufseher und Fischereiaufseherinnen. Die Aus- und Weiterbildung erfolgt erst nach der Einstellung eines Bewerbers.
Die Aus-und Weiterbildung der FischereiaufseherInnen erfolgt im Wesentlichen nach dem 2 Säulenprinzip (PDF) mit solidem Grundbau. Der „eidgenössische Fachausweis FischereiaufseherIn“ bildet dabei das Dach der Weiterbildung.


Weiterbildungskurse

An den jährlich im August stattfindenden 2-3 tägigen Weiterbildungskursen haben die FischereiaufseherInnen  bzw. die Mitglieder der SVFA die Möglichkeit von kompetenter Seite aktuelles rund um das Thema Gewässer und Fischerei vermittelt zu bekommen. Dabei werden die Schwerpunkte auf praxisnahe Themen gelegt (siehe Chronik PDF). Vorträge, Exkursionen und Gruppenarbeiten bilden dabei jeweils die Gefässe für ein abwechslungs- und lehrreiches Programm. Zudem bieten die Weiterbildungskurse die einmalige Gelegenheit sich einmal im Jahr mit Gleichgesinnten sowohl beruflich als auch sozial auszutauschen. Die Kurse werden alternierend von der SVFA und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) organisiert. Die Weiterbildung der Fischereiaufsicht ist sogar gesetzlich verankert (Art. 13 Bundesgesetz über die Fischerei).


Berufsprüfung

Mit dem Inkrafttreten des revidierten Eidgenössischen Fischereigesetzes am 1. Januar 1994 wurde im Berufsbildungsgesetz des Bundes zugleich die Grundlage geschaffen, den Beruf des Fischereiaufsehers vom BBT (vormals BIGA) anerkennen zu lassen. In der Folge erarbeitete die SVFA mit dem "Reglement über die Berufsprüfung für Fischereiaufseherinnen und Fischereiaufseher" vom Bundesrat am 10. Februar 1995 genehmigte Richtlinien und Anforderungen an eine künftige Berufsprüfung - ein jahrzehntelang angestrebtes Ziel war damit erreicht ! Das Prüfungsordnung (PDF) wurde im Jahre 2009 erstmals revidiert.
Im Jahre 1997 wurde von der SVFA die erste Berufsprüfung für FischereiaufseherInnen durchgeführt. In den Jahren 2004 und 2010 wurden weitere Berufsprüfungen abgehalten. Die nächste Berufsprüfung ist für das Jahr 2016 vorgesehen.


Lehrmittel für die Berufsprüfung

Im Rahmen der ersten Prüfung wurde von mehreren Beteiligten festgehalten, dass das Zusammentragen des Prüfungsstoffes aus verschiedensten Lehrbüchern einen beträchtlichen Zusatzaufwand verursachte und ausserdem wegen fehlenden einheitlichen Unterlagen auch zu Unklarheiten geführt hat. Ein Lehrmittel, in dem das für die Berufsprüfung notwendige theoretische Grundlagenwissen aus den Gebieten Gewässerökologie, Fisch- und Krebskunde, Fischereiwirtschaft und Recht in verständlicher Form dargestellt wird, würde deshalb die berufsbegleitende Vorbereitung auf die Prüfung wesentlich erleichtern und vereinfachen.
Für die Berufsprüfung 2004 veranlasste die SVFA die Schaffung eines umfassenden Leitfadens für FischereiaufseherInnen in der Schweiz, das als Grundlage für die Ausbildung im Hinblick auf die eidgenössische Berufsprüfung zur Erlangung des Fachausweises dienen soll. Der Inhalt des Lernmittels entspricht dem Lernzielkatalog gemäss Prüfungsordnung (PDF).


Modulare Vorbereitungskurse für die Berufsprüfung

Zurzeit ist die SVFA an der Schaffung eines modularen Kurswesens für FischereiaufseherInnen, das nebst dem bestehenden Lehrmittel als Grundlage für die Ausbildung im Hinblick auf die eidgenössische Berufsprüfung zur Erlangung des Fachausweises dienen soll. So wird jedem Prüfungskandidat die Gelegenheit eröffnet, sich nebst dem Selbststudium mit Kursen, Workshops oder Lerngruppen gezielt auf die Prüfung vorzubereiten. Mit der Festlegung eines einheitlichen „Mindestangebotes“ und Pflichtteilnahmen kann das Niveau der Vorbereitung einigermassen vereinheitlicht werden. Dies sorgt nicht nur für Chancengleichheit bei Ablegen der Berufsprüfung sondern sorgt auch für mehr Sicherheit und bei den PrüfungsteilnehmerInnen und erweitert bzw. festigt die Wissensbasis, was schlussendlich auch dem Arbeitgeber zu Gute kommt. Es ist geplant, die ersten modularen Kurse im Jahr 2014 zu lancieren. Dies selbstverständlich in drei Landessprachen.


Öffentlichkeitsarbeit

 

Die SVFA hat sich in den letzten Jahren vermehrt auch dem Aspekt der Verbreitung publikumswirksamen Informationen gewidmet. Nebst der Erarbeitung eines Info-Flyer über unsere Vereinigung und den Beruf des Fischereiaufsehers, der Neu-Lancierung unserer Homepage, war und ist es vor allem die nationale Präventions-Kampagne : "Unter jedem Ablaufgitter verbirgt sich ein Fluss", in die wir viele Ressourcen investieren.

 


AQUAVA


Interessenvertretung

 

Ganz der klassischen Aufgabe eines Berufsverbandes folgend, nimmt die SVFA auch die Interessensvertretung für den Berufsstand des Fischereiaufsehers bzw. Fischereiaufseherin wahr. Die SVFA übernimmt hierbei die statuarisch festgelegte Vertretung der gemeinsamen Interessen gegenüber eidgenössischen und kantonalen Behörden, anderen Vereinigungen, Verbänden, Gemeinschaften und der Öffentlichkeit.
Die SVFA versucht sich dabei stets bestimmt aber partnerschaftlich einzubringen, um die Förderung und Erhaltung des Fischereiaufseherinnen- / Fischereiaufseherberufes zu wahren. Dabei sucht die Vereinigung auch gezielt die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen der Fischerei und verwandten Berufsgruppen.

Eine weitere wesentliche Aufgabe innerhalb der Interessensvertretung besteht in der Möglichkeit der SVFA, sich zu nationalen Gesetzesrevisionen und Vorstössen im Bereich Gewässer und Fischerei vernehmen zu lassen. Da die Fischereiaufsicht ein wesentliches Vollzugsorgan in den Kantonen bildet, steht für die SVFA bei der Prüfung solcher Geschäfte vor allem der Aspekt der Praxistauglichkeit im Vordergrund.
- Tätigkeiten seit 1990